Ist schlechte PR wirklich besser als gar keine?
Bei manchen Unternehmen hat man den Eindruck, dass diese sich regelrecht der schlechten Presse bedienen um in das Schlagfeuer der Medien zu gelangen. Frei nach dem Motto „Auffallen um jeden Preis“ wird hier gebloggt, was das Zeug hält. Doch stellt sich die Frage, ob sich diese Aussage so verallgemeinern lässt. Ist schlechte PR wirklich besser als gar keine?
Schlechte Nachrichten verbreiten sich rasant!
Sicher ist auf jeden Fall Eines: Im Zeitalter des Internets verbreiten sich schlechte Nachrichten mit rasanter Geschwindigkeit. Mit schlechter PR erreichen Sie immerhin, dass Sie viele Zugriffe auf Ihre Website haben und somit sehr schnell im Google Ranking aufsteigen. Sind Sie jedoch daran interessiert, dass sich Leute mit ihrem Unternehmen identifizieren, Sie an andere Leute weiterempfehlen oder sogar Ihre Produkte kaufen, dann sollten sie eine andere Kommunikationsstrategie wählen. Denn wer springt schon gerne auf ein sinkendes Schiff auf?
Kommunikation ist alles!
Doch was tun, sollte es zum Fall der Fälle kommen und Sie entdecken doch negative Presse über Ihr Unternehmen im Netz? Die Lösung ist ganz einfach: Übernehmen Sie Verantwortung und tun Sie etwas dagegen. Eine lösungsorientierte Kommunikation mit dem Kunden ist besser, als irgendwelche negativen Gerüchte über Sie unbeantwortet im Raum stehen zu lassen. Versuchen Sie mit sachlichen Argumenten den Kommentaren der “Negativ-Multiplikatoren” entgegen zu treten. Warten Sie jedoch nicht zu lange bis Sie reagieren. Im Fall von Sony und BP sieht man, dass eine zu lange Reaktionszeit die Stimmung zusätzlich negativ aufladen kann.
Happy Customers are Buying Customers.
Idealerweise müssen Sie gar nicht selbst aktiv werden, sondern ein Kunde oder sogar ein Kollege aus Ihrer Branche äußert sich positiv zum Vorgehen des Unternehmens in dieser Sache. Kommt es zu einer Diskussion im Netz, halten Sie das Gespräch aktiv am Leben. Stellen Sie sich vor, dass Ihnen die Person gegenübersitzt und Sie mit ihr eine Diskussion führen. Auch hier gilt: Je mehr Leute sich an der Diskussion beteiligen, desto besser. Zeigen Sie Verständnis und versuchen Sie konkrete Lösungen für das bestehende Problem anzubieten. Im Idealfall haben Sie gleich drei Probleme auf einmal gelöst: Der Kunde ist zufrieden, Sie haben gezeigt, dass Sie Ihre Kunden ernst nehmen und andere potentielle Kunden sind von Ihrer Krisenkommunikation beeindruckt.
Konkrete Beispiele negativer Krisenkommunikation schauen wir uns dann in den kommenden Artikeln an.
In diesem Sinne wünsche ich allen ein schönes Wochenende.
Frau Seipel
Quelle:
http://publicrelationsblogger.com/2010/07/public-relations-myths-any-pr-is-good.html
http://publicrelationsblogger.com/2010/07/public-relations-crisis-management-its.html


daspferd. auf Twitter, …
… bei Facebook,
… bei Google+
… und bei Xing