Mein Name ist Hase und ich punch dich, Alte!
Bitte entschuldigen Sie meine Abwesenheit.
So. Hat sich ja doch einiges getan in den vergangenen Wochen. Besonders gut gefällt mir aktuell die Geschichte mit der Lehrerin aus Vechta, die eine Ihrer Gören aus dem Erdkundeunterricht (oder auch kurz EK) verklagte, weil sie sie durch das malen von Hasen in den Wahnsinn treiben wollte. Bereits an ihrer alten Schule hat die Lehrerin eine Schülerin verklagt, weil diese regelmäßig vor Beginn der Schulstunde einen oder mehrere Mümmler an die Tafel malte. Dies stellte aus bisher unbekannten Gründen eine so starke emotionale Belastung für die Lehrkraft da, dass diese die Schule wechseln musste. Da nie bekannt wurde, warum sie sich von Hasen so gestört fühlt, streuten diverse Schülerinnen schnell das Gerücht, dass sie unter einer Hasenphobie leide. Nicht gerade schön.
Nun hatte die Frau Lehrerin also eine neue Schule gefunden, wurde doch glatt eine ihrer alten Schülerinnen ebenfalls an diese neue Schule versetzt – und der Wahnsinn ging weiter. Wieder und wieder fand die arme Frau zu ihrem Leidwesen Hasen auf der Tafel vor, und zwar regelmäßig und mit dem alleinigen Zweck, sie erneut zu provozieren und ihre Phobie zu testen. Darauf hin ließ die Beamtin einmal kurz den Hammer kreisen und verklagte die Schülerin wegen Ehrverletzung. Vor Gericht bekam Sie recht.
So. Jetzt ist das juristisch zwar durch, aber mal unter uns Sonntagsschülern: die arbeitet nie wieder als Lehrerin. Wenn sich das mal rumgesprochen hat, geht der Trubel doch an jeder Schule grad von vorne los. Besser wäre Sie davon gekommen, wenn Sie sich nen klassischen Dominik-Brunner-Gedächtnisabgang geliefert hätte: Schülerin rausjagen, hinterher, Jacke aus und mit einem “Du willst es ja nicht anders!” ne gestochene Gerade ins Gesicht. Dann hätte sie zwar auch nicht mehr als Lehrerin arbeiten können, hätte es der kleinen Miss Quälgeist aber ordentlich zurückgegeben. Naja.
So long,
Herr Büchse



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