Kunduz-Stuss

Heute in der Tagespresse lief schon wieder diese selten dämliche “Kundus-Tanklaster-Affäre” durch. Die Kollegen Schneiderhan und Klein sind ja schon länger weg vom Fenster, jetzt wird auch noch der letzte Müll hinausgekehrt. Anscheinend gab es eine geheime Bundi-Truppe namens “Gruppe 85″ (selten dämlich junges, selten dämlich), die das Bombenspektakel vertuschen sollte. Was für eine dämliche Untersuchung. Ja, es war ne miese Aktion; ja, Zivilisten sind gestorben; und ja, es wäre besser ein sofortiges “Ups” gekommen, als ein spätes “Meine sehr verehrten usw”.
Was dabei aber schon fast in Vergessenheit gerät: Die Jungs und Mädels, die sich Nachts um Uhr Sprit aus Taliban-Lastern abzapften und dafür mit ihrem Leben bezahlten, wussten, dass das auch derb ins Auge gehen kann. Man lässt sich nicht einfach von der Gegenpartei mit Treibstoff versorgen und verlässt sich dann drauf, dass man ohne Probleme davon kommt.
So ist das nunmal im Krieg, da passieren solche Dinge.
Wegen dieser Affäre jetzt auch noch unseren Verteidigungsminister abzusägen, ist kontraproduktiv. Der arme Kerl war gerade so ins Amt gerutscht und durfte sich noch nicht mal orientieren. Stellt euch vor, ihr seid gerade mit dem Medizinstudium fertig und sollt am dritten Tag nen Mensch am offenen Herzen operieren, während so ziemlich jeder zusieht und es natürlich besser weiß.
DA hätt ich auch keine Lust drauf.
Ein Gruß an die Truppe,
Herr Büchse
4 Comments to “Kunduz-Stuss”
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daspferd. auf Twitter, …
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Recht haste! Das ganze Thema wird seit Monaten immer wieder hochgespielt. Klar ist es schlimm, allerdings fragt man sich als mündiger Bürger schon: Haben die nichts anderes zu tun, als im Müll zu wühlen?
Direkt aus Motorcity
Mario
der von und zu Guttenhügel soll sich mal nicht so ins Hemd machen. Jetzt wird er endlich zu nem richtigen Mann!!!
und als Videospieler kann ich nur sagen: doch Krieg ist eigentlich auch nur Spaß. Mit guten Effekten.
Ich find das ja immer unheimlich toll, wie alle scheinbar wissen, wie “das nunmal im Krieg so ist”. Ich persönlich dachte ja immer, im Krieg werden nunmal Städte in sekundenschnelle atomar verdampft und am Ende beneiden die Lebenden die Toten.
Und nein, eigentlich passieren da “solche Dinge” nicht, wenn ein gewisser Oberst Klein sich mal an den Stapel Befehle gehalten hätte, die er von allen Seiten bekommen hat und auf die ihn die beiden amerikanischen Piloten fünfmal (sic!) hingewiesen haben. Gut, die sind ja mittlerweile auch strafversetzt worden. Ich finde es sehr erschreckend, dass nahezu jeder in Deutschland der Meinung ist: Da ist Krieg, da darf man eh alles. Das erklärt dann zumindest einige historische Eigenheiten unserer Kriegsführung.
Da bleibt dann nur William Tecumseh Sherman zu zitieren: “War is hell.” (Zu den Einwohnern von Atlanta, die sie sich bei ihm beschwerten, dass er ihre Stadt niederbrennen ließ.)