Amerika! Jesus! Frühstück!

Ich mag die Amis. Nicht etwa, weil Ihr Volk großes geleistet hätte oder sich durch besonderen geistigen Ehrgeiz auszeichnen würde. Nein! Es sind gerade die kleinen Menschlichkeiten, die mich so zu unserem großen Bruder hingezogen fühlen lassen. Nehmen wir etwa den Fall der Romeikes, die hier nicht mehr glücklich wurden, weil Gott an öffentlichen Schulen nix mehr zu melden hat. Hier werden Straftäter zu Recht von der Justiz berfolgt, in den USA nimmt man sie als politische Flüchtlinge auf. Gut, das ist ein anderes Thema. In dem Land, in dem vornehmlich schwarze gehängt werden, gibt es aber noch einen anderen Menschenschlag, der mein Herz noch mehr wärmt als weggesperrte Dissidenten: schrullige Florida-Omas mit gefärbten Haaren und nem Bingo-Tick. Warum? Sie sehen Jesus in ihrem Toast. 
Oder wars Maria? Egal. Doch, es war Maria. Wichtig dabei ist die kreative Kraft, die von dieser Art Menschen ausgeht. Ab einem gewissen Alter, wenn der Kopf nicht mehr zum arbeiten gebraucht wird und der Rest des Tages sich auch mit dem Rückemark erledigen lässt, sucht sich der menschliche Geist neue Herausforderungen. So bleibt das Hirn aktiv und wir verfallen nicht allzuschnell zu mentaler Suppe. Hier in Deutschland hat man diese Technik noch nicht ganz perfektioniert. Die Generation 70+ versucht es im Allgemeinen mit der “Lüftungs-Methode”, soirch, man lehnt sich den ganzen Tag auf einem Kissen aus dem Fenster und ruft in dem Moment die Polizei, in dem entweder a) die Kinder auf der Straße anfangen zu spielen oder b) man irgendwo einen versteckten Zigeuner vermutet. Könnte ja sein, dass man damals einen übersehen hat.
Wie dem auch sei. Kommen wir zurück zum Käsetoast. Schon in meinem letzten Eintrag hab ich bemerkt, wie leicht ich zu beeindrucken bin. Heute morgen war es wieder soweit. Ich hatte eine Erscheinung. In meinem Früstück. Kein Scheiss!

Wer erkennt es? Machen wir doch ein kleines Spiel daraus: postet eure Ideen als Reply unter den Blog – und in zwei Tagen werde ich es auflösen. Ich bin gespannt. Tipps gibt es keine – spread the word!
5 Comments to “Amerika! Jesus! Frühstück!”
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daspferd. auf Twitter, …
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Seit unsre Omma ihr Medikamentenschränkchen immer abschließt, sind meine Erscheinungen deutlich weniger geworden, aber eins weiß ich: herrbuechse kann echt gut schreiben. Chapeau.
Aha! Das sieht aus wie ein kleines, bemitleidenswertes Land von oben betrachtet!
Habe ich recht??
PS: Der Mann sagt, ich soll schreiben, datt wäre datt Startrek-Zeichen. Ich tendiere mehr zu Krupp. Die Katze lässt ausrichten, datt Wurst-Brot-Verhältnis wäre stark optimierungsbedürftich.
Liebe Ingeborch, ich muss dir 100%ig zustimmen: herrbuechse’s Schreibtalent ist wirklich bemerkenswert und wird nur noch durch sein Erzähltalent getoppt. Des weiteren grüsse bitte deine Katze von mir – es könnte wirklich mehr Wurst auf dem Brot liegen
Beam me up, Scotty!
Es gruesst das Schaaf