Alles Banane

Banane

Hier ist also mein (leider etwas verspäteter) Eintrag… und gleichzeitig ein Einblick in meine sonst so gut gehüteten Making-Ofs…

Als Ergebnis meiner Beschäftigung mit dem Thema “Zeitraffer” gibt es hier einen kleinen Einblick:

Zuerst gab es eine Eingebung: “Ich müsste mal wieder was mit Zeitraffer machen. Aber nicht irgendwelche schmelzenden Eiswürfel, sondern was umfangreicheres, was richtig anspruchsvolles.”

Also wurden Ideen gesammelt. Einen guten Zeitraffereffekt würde bestimmt faulendes Obst bieten. Eiswürfel sind ja schnell geschmolzen, da bringt der Zeitraffer nicht so einen großen “Aha”-Effekt wie ein Prozess, der sich über mehrere Tage hinzieht. OK, Obst stand als Thema fest, aber welches Obst? Nach einer kurzen Überlegung war für mich klar, dass Bananen ideal sind: durch ihr relativ großes Farbspektrum beim Reifen (grün –> gelb –> schwarz) lassen sich Veränderungen gut feststellen. Außerdem schimmelt eine Banane nicht gleich.

Da brauchte ich “nur noch” einen Ort und die nötige Technik für mein Mammut-Projekt. (Warum “nur noch” in Gänsefüßchen steht und ich das ganze als “Mammut-Projekt” bezeichne, wird sich gleich zeigen.) Der Ort war schnell gefunden: ein Raum, der selten genutzt wird und der sich vollständig abdunkeln lässt. Die Abdunkelung war nötig, um ein flackerfreies Bild zu gewährleisten. Denn zu unterschiedlichen Tageszeiten scheint die Sonne unterschiedlich hell – und Nachts nun mal gar nicht. Da die Banane aber nachts keine Reifungspause machen würde, mussten auch dann Bilder gemacht werden. Also Banane auf Tisch und Lichtproblem mit Energiesparlampe gelöst, die 24 Stunden am Tag an war.

Die Kamera war nichts weiter als ein digitaler Fotoapparat – jedoch mit einer Zeitrafferfunktion. Das heißt, in festen Abständen macht die Kamera ein Bild – ideal. Also Kamera auf Stativ, angeworfen, alle 10 Minuten ein Bild – und abgewartet.

Doch nicht lange abgewartet: So etwa alle 2 bis 3 Tage durfte ich die Speicherkarte auswechseln, weil diese voll war – also gaaanz vorsichtig Karte rausgenommen, um die Perspektive ja nicht zu verändern, andere Karte gaaaaaaaanz vorsichtig wieder rein, und wieder abgewartet.

Doch die Banane wollte einfach nicht schwarz werden. Also immer weiter im Programm und alle 2-3 Tage die Speicherkarte ausgewechselt. Dann endlich: nach 28 Tagen, 7 Speicherkarten und unglaublichen 3847 Bildern war es geschafft. Die Banane war schwarz und ich freute mich auf die Nachbearbeitung am Computer. Spätestens jetzt dürfte klar sein, warum dies ein Mammutprojekt war.

So, jetzt hatte ich mir schon so viel Mühe gemacht, da sollte das Video auch eine ganz besondere Note bekommen. Das im wahrsten Sinne des Wortes, denn ich schrieb noch eine kleine Filmmusik und spielte sie über E-Gitarre ein.

Verschnauf – Hochlad – Bewunder!!

Hier ist der Link zum fertigen Video. Viel Spaß beim Anschauen!

P.S. Um noch ein bisschen Werbung für mich zu machen, ist hier der Link zu meiner Homepage :-) .

2 Comments to “Alles Banane”

  1. Hanns 14 Februar 2010 at 22:23 #

    Hallo Niklas, Wahnsinn – ich hab´mich sehr gefreut über Deinen Beitrag, gerade nach einem sehr anstrengenden Reisesonntag. Den Film kannte ich ja schon, aber auch nochmal zur Musik und Deiner Gitatrrespielerei: Toll – willste mal mit uns ne Session machen?

  2. Miss Green 15 Februar 2010 at 10:48 #

    Hervorragender Einsatz im Namen der Wissenschaft. Tolles Video! Herrruehl: danke für dieses Video :)


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